DER SC MERAN KOMMT IN DER FREMDE NICHT ZURECHT. BEIM BIS DAHIN PUNKTEGLEICHEN HC TRIEST MUSSTEN DIE PASSER- STÄDTER IHRE 2. AUSWÄRTS- NIEDERLAGE IN FOLGE HIN- NEHMEN.
Ein Handballspiel dauert 60 Minuten, in Triest hätten dem SCM knapp 40 Minuten gereicht, zumindest für ein Unentschieden. Bis dahin nämlich hatte Meran, das mit vier B-Jugend Spielern auflief, zur Überraschung der zahlreichen Fans dem Ex-Meister immer die Stirn geboten. Die Schwarzen Teufel, die erneut ohne die zwei Linkshänder STECHER und PRANTNER auskommen mußten, grenzten den Aktionsradius der Rückraum-Zwillinge TOKIC und NADOH geschickt ein, im Angriff sorgte "Oldie" Alexey POPOV für die nötige Ruhe und einfache Tore, der Pausenrückstand (14:13) hielt sich in Grenzen. Während Triest Coach Radjkovic von seiner Truppe mehr Druck im Angriff forderte, beschwor Merans Trainer Vlado Brzic den Kampfgeist und viel Geduld. Doch mit Fortdauer des Spiels schwand die Konzentration im SCM Lager, die mangelnden Wechselmöglichkeiten (auf der Bank saßen vier U18 Spieler) verhinderten die mögliche Sensation. Stammtorhüter Benno PFATTNER erwischte keinen guten Tag und konnte der Abwehr nur selten den nötigen Rückhalt vermitteln. Beim Stand von 21:21 vergab "Patsche" PICHLER der bis dahin eine starke Leistung zeigte mehrere gute Einschussmöglichkeiten, während die Gastgeber mit drei schnellen Kontern auf 24:21 (47. Minute) davonzogen. Während die SCM Truppe sich immer schwerer tat im Spiel zu bleiben, legte Triest dank eines glänzend aufspielenden TOKIC (11 Tore) noch zu und schaffte am Ende einen verdienten Sieg. "Mit dieser Niederlage musste man rechnen, wir wurden aber auch unter Wert geschlagen", so Trainer BRZIC kurz nach dem Spiel. Nun gilt die ganze Konzentration dem nächsten Gegner. Am Samstag empfangen die Meraner Aufsteiger CAPUA, derzeit liegen beide Teams mit je 9 Punkten aus fünf Spielen auf Platz 5 und 6. Die süditalienische Mannschaft hat die bisherigen Heimspiele souverän gewonnen, auswärts gab's gegen starke Gegner (ANCONA und NOCI) zwei knappe Niederlagen. Damit ist der SCM mehr als gewarnt, der Aufsteiger wird früher oder später auch auswärts Punkte holen.
Triest-SCM Indata 34-25 (14-13)
Triest: Postogna, Sedmach, Radjkovic 3, Visitin 4, Nadoh 5, Tokic 11, Carpanese 3, Lo Duca 5, Sardoc, Ionescu 3, Zaro, Anici, Fanelli, Pernic; Trainer: RADJKOVIC. SCM Indata: Pfattner, Berti, Popov 11, Pichler 6, Boninsegna 3, Frey, Gufler 2, Gerstgrasser 1, Lang 1, Tartarotti 1, Kuenz, Nägele; Trainer: BRZIC
Schiedsrichter: BISACCIA und PIFFANELLI.
Im Bild: Kreisläufer Peter GERSTGRASSER
|